Ich war heute mal dort und habe mir die Schäden bzw. was davon noch erkennbar war mal genauer angeschaut. Zusammengefasst ist dies in folgender Karte (openstreetmap) :
Die einzelnen Fotos sind durchnummeriert. Bild 1 zeigt ein paar abgebrochene Äste in einer Linde, die Äste waren zumeist etwa 4-5 cm dick und gut 2-3m lang.

1 von Oliver Schlenczek - Album.de
Bei 2a (nicht auf der Karte) handelt es sich m.E. um eine Ulme, der einige Äste in der Krone fehlen.

2a von Oliver Schlenczek - Album.de
2b (auf der Karte mit 2 vermerkt) zeigt die abgebrochene Kiefer nebst abgesägten Birken mit abgebrochenen Ästen, dies war der stärkste Schaden den ich finden konnte. In derselben Gegend wurden von einem Haus Dachziegel abgehoben und auf den Bürgersteig geworfen. Leider habe ich davon keine Fotos, da die Schäden sehr schnell beseitigt wurden.

2b von Oliver Schlenczek - Album.de
3 zeigt einige abgebrochene Äste einer Silberweide, dieses Schadensbild habe ich häufiger beobachten können, daher dient dieses Foto auch als Beispiel für viele der Schäden entlang der Nüst.

3 von Oliver Schlenczek - Album.de
4 zeigt die entwurzelte Erle, die offensichtlich nicht mehr besonders stabil stand (die Wurzel ist morsch)

4 von Oliver Schlenczek - Album.de
5 zeigt eine abgebrochene Pappel, die aber schon in der Mitte faul war. Also auch kein wirkliches Indiz für Windgeschwindigkeiten oberhalb der Orkanschwelle. 5a: Nahaufnahme, 5b: Gesamtansicht

5a von Oliver Schlenczek - Album.de

5b von Oliver Schlenczek - Album.de
Insgesamt gehe ich aufgrund der recht großräumigen Verteilung und des geradlinigen bis leicht divergenten Schadensmusters von einem Downburst aus, dessen Intensität im oberen T1-Bereich liegt. Eventuell kann man die abgebrochene Kiefer schon als T2-Indiz werten, aber da bin ich mir nicht sicher. Es gibt sicherlich noch weitere punktuelle Schäden in der Umgebung, die aber auch nicht mehr wirklich viel Information liefern würden.